Oh du fröhliche!! Also im Prinzip sind es nur ein paar schwarze Punkte auf weißem Huntergrund mit flimmer-flimmer, aber wenn man die Punkte zu Buchstaben, die Buchstaben zu Wörtern und die Wörter zu einem mega langen Artikel in der Kornwestheimer Zeitung werden lässt, so entsteht in meinem Gemüt ein unzerstörbares Glücksgefühl!
Zum einen will ich im Namen von meiner Crew (die ich liebe) ein riesen Dankeschön an alle richten, die da waren!!! Es ist ein echt unglaublich schönes Gefühl wenn… ach scheiß drauf, ihr wisst was ich mein..!!
Und zum andern sind wir so mega geflasht (->Rapjargon) von dem durchweg positiven Bericht von Mathias Schmid!! Der gute Mann hat uns doch tatsächlich den halben Artikel gewidmet!! Sogar die Überschrift erzählt von einem unseren Lovesongs!! Kommt jez vielleicht übertrieben rüber, aber ich feier grad so ab!! Vielen Dank geht nochmals an alle, die mitgewirkt haben und die da waren und uns so einen super Abend beschert (ist das abgeleitet von Schere? Ah vielleicht teilen.. Aaahh wie im englischen: Share!! Ja, das muss es sein!) haben!!! Übrigens ist „super“ Mikes Trend!! Der Typ sagt des ständig!! So satt!! Sääääääääätt!!!
Love and Hugs
euer Simtschuk
Der Link zur Zeitung: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2379963_sz_hier_artikel_1108_-hip-hop-im-juz-der-schuettelhit-reisst-alle-mit.html?_suchtag=2010-02-08
Und hier zum schmökern:
Hip-Hop im Juz: der Schüttelhit reißt alle mit
Artikel aus der Kornwestheimer Zeitung vom 08.02.2010
Kornwestheim Nach etwas schleppendem Anfang feiern Hip-Hop-Begeisterte den Doep Jam im Jugendzentrum. Von Mathias Schmid
Der Platz vor der Bühne ist noch fast leer. Die zu diesem Zeitpunkt gut 100 Fans des Sprechgesangs stehen noch größtenteils in der Ecke und lauschen den Wortakrobaten auf der Bühne in respektvollem Abstand. Einige ziehen auch die Sofas und die Bar im Vorraum vor. Doch das soll sich bald ändern. Und zwar in dem Moment, als ein junger Mann mit Mikrofon ausgerüstet im Morgenmantel die kleine Bühne im Jugendzentrum betritt und „Och nö, ich will noch nicht aufsteh“n“ ins Mikrofon nörgelt.
Der Morgenmuffel mit dem Künstlernamen Claustrophobie ist Teil der Gruppe Zwei mit Mike: Die beiden durchgeknallten Rapper um den stimmgewaltigen Frontsänger und Namensgeber Mike stehen für eine etwas andere Art von Hip-Hop. Mit viel Können und Einsatz erzählen sie mit ihren Raps zwar weniger tiefgründige, dafür aber umso witzigere Geschichten. In ihrem Song „Es ist nicht leicht, ein Hip-Hopper zu sein“ wollen sie den Zuschauern weismachen, sie hätten ab und an „Schiss“ vor Kleinigkeiten und tränken am liebsten Kaba oder Apfelsaft. Die Jungs geben alles, um die kleine Gruppe vor der Bühne zu vergrößern: „Auch Hip-Hopper können tanzen“, stacheln sie die Tanzmuffel immer wieder an. Und tatsächlich können sich immer mehr der Gäste mit den großen Schildmützen und knielangen T-Shirts der frechen, spaßigen Reime nicht mehr erwehren: Sie fangen an, mit den Händen zu schwingen, während Rapper Simtschuk ins Mikrofon frohlockt: „Das ist der Hip-Hop-Lifestyle.“ Immer besser verstehen sich die Rapper und das Publikum. So fordert Mike vor dem nächsten Stück „Flugzeuge im Bauch“ mit einem riesigen Teddybären in der Hand die nun doch schon zahlreichen Anhänger auf: „Nehmt euch doch mal alle in den Arm und drückt euch ganz fest.“
Als die Band dann ihren offensichtlich bekannten Song „Alles wird gut“ ankündigt, erhält sie zum ersten Mal tosenden Beifall und zugleich tatkräftige Unterstützung beim Refrain. Beim ebenso sinnfreien wie mitreißenden „Schüttelhit“ sind dann Trio und Besucher zu einer Einheit verschmolzen und lassen gemeinsam die Körperteile von Arm bis Po kräftig wackeln. Zum Abschluss werden sogar noch die Megafone ausgepackt, um dem Publikum noch einmal richtig einzuheizen. Auch mit Lob geizen Zwei mit Mike nicht: „Ihr wart zwar nicht viele, aber ihr wart echt spitze“, beteuern die von ihrer Performance völlig nass geschwitzten Spaßrapper am Ende ihres Auftritts.
Die geforderte Zugabe übernimmt in dem straffen Zeitplan dann aber auch schon das nächste Duo – Organisator und Lokalmatador Mowler mit seinem Rap-Kollegen Aflex. Die beiden legen einen kurzen, aber eindrucksvollen Auftritt hin, bei dem den Anhängern nur so die Reime um die Ohren fliegen. Bei seinem Bühnenabgang kündigt Mowler, mit bürgerlichem Namen Timo Hermes, dann auch schon wieder die nächsten Nachwuchskünstler seines Labels Doep Recordz an: Right Choice sind die einzigen Nicht-Rapper unter den Künstlern, weshalb sie Mowler auch als „Die Exoten am heutigen Abend“ bezeichnet. Doch die R“n“B-Rhythmen der beiden Jungs und ihrer beiden Background-Sängerinnen finden selbst bei den härtesten Jungs im Publikum Gefallen.
Ganz zufrieden sind bis dato doch noch nicht alle. „Wir hoffen, dass es noch besser wird“, beklagt Thomas, einer der Besucher des Doep Jams. Der 19-Jährige ist mit drei Mädels extra aus Stuttgart und Umgebung angereist, um „mal wieder richtig zu jammen“, wie die ebenfalls 19-jährige Janika es ausdrückt. Das könne man in Stuttgart nämlich viel zu selten, erklären die vier bekennenden Hip-Hop-Fans. Erfahren hat die Clique von der Veranstaltung über ihren Freund und Bekannten Franky Kubrick, der an diesem Abend als Hauptkünstler im Juz angekündigt ist. Und alle sind sich sicher: Spätestens bei ihm kommen dann auch die schärfsten Kritiker befriedet: Als die Rap-Größe die Bühne betritt, drängen sich die gesamten mittlerweile rund 150 Partygäste in den Saal und feiern eine wilde Party.
So war Timo Hermes letztlich zufrieden mit seiner Veranstaltung und seinen Künstlern, die zu einem großen Teil aus seinem eigenen Musiklabel Doep Recordz stammten. Auch Johannes Göller, neuer Leiter des Jugendzentrums und Mitinitiator des Abends, zog letztendlich eine positive Bilanz. Vor allem freute es ihn, dass der Abend seinem Motto „Für Hip-Hop und gegen Gewalt“, treu blieb und es zu keinerlei Zwischenfällen kam. Auch wenn sich Göller noch mehr Besucher gewünscht hätte, sieht er die Aktion als Erfolg und spielt mit dem Gedanken, öfter Konzerte im Juz zu veranstalten. Dazu ein kleiner Tipp von den Besuchern aus Stuttgart: „Man müsste dafür mehr Werbung machen“, glauben die vier Jugendlichen.